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Freitag, 17.08.2018

Thüringer Sportfamilie ruft zur Registrierungsaktion auf 17-jährige ehemalige Eisschnellläuferin aus Erfurt hat Leukämie

 

Die 17-jährige Anne Wolter hat zum zweiten Mal Leukämie. Um den Kampf gegen den Blutkrebs zu gewinnen, benötigt die ehemalige Eisschnellläuferin vom Eissportclub Erfurt dringend eine Stammzellenspende. Noch wurde kein passender Spender gefunden und die Suche geht weiter.

 

Am Samstag, 25. August ab 10 Uhr, findet daher in der Leichtathletikhalle Erfurt eine offizielle Registrierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspende (DKMS) statt. Organisiert haben dies ihre Familie gemeinsam der Thüringer Eis- und Rollsportverband und der Eissportclub Erfurt. Den Verein unterstützte Anne auch als Übungsleiterin, engagierte sich ehrenamtlich und voller Freude im Nachwuchsbereich, brachte Erstklässlern das Schlittschuhlaufen bei. Bis zuletzt stand Anne auf dem Eis, ehe sie erneut ins Krankenhaus musste.

 

Ihre eigene sportliche Karriere musste Anne bereits im Alter von 14 Jahren aufgrund der Krankheit beenden. Zwar besiegte die Sportschülerin damals den Krebs, doch nun kam die Leukämie zurück, mitten in den Prüfungen zum Realschulabschluss. Die Prüfungen hat sie inzwischen erfolgreich abgeschlossen, jetzt folgt die vielleicht schwierigste Prüfung ihres Lebens. Der Thüringer Sport steht an ihrer Seite – denn im Team ist man am stärksten. Daher unterstützt auch der Landessportbund Thüringen den Aufruf zur Registrierungsaktion für eine passende Stammzellenspende und ruft alle Mitglieder des Thüringer Sports im Alter zwischen 17 bis 55 Jahren zur Teilnahme auf. Die Aktion dauert fünf Minuten, ist kostenfrei und völlig schmerzfrei. Mit einem Wattestäbchen wird ein Abstrich von der Mundschleimhaut genommen.

 

Registrierungsaktion für Anne

Samstag, 25. August 2018, 10 -14.00 Uhr
Leichtathletikhalle Erfurt
Johann-Sebastian-Bach-Str. 2, 99096 Erfurt

 

Wir haben einen unserer Besten verloren

-Ein Nachruf-

 

 

Am 30. Juni 2017 verstarb im Alter von 77 Jahren, der Ehrenpräsident des Thüringer Eis- und Rollsportverbandes, Werner Noack.

 

Mit ihm ist ein Mann von uns gegangen, der in den letzten Jahrzehnten den Thüringer Eissport maßgeblich geprägt hat.

 

Werner Noack begann als Eishockeytrainer beim SC Turbine Erfurt und hatte als verantwortlicher Leiter der sportlichen Entwicklung großen Anteil am Aufbau der Sektion Eisschnelllauf.

 

Nach der Wende baute Werner Noack die neuen Strukturen des Eissports in Thüringen maßgeblich mit auf.

 

Von 1999-2010 stand er als Präsident an der Spitze des Thüringer Landesverband Eissport und damit einem der leistungsfähigsten Landeseissportverbänden der DESG.

 

Seiner Kompetenz und seinem selbstlosen Einsatz ist es zu verdanken, dass sich der Eissport in Erfurt in einer Weise entwickeln konnte, wie es in kaum einer anderen Stadt der Bundesrepublik der Fall ist.

 

Ihm ist es schließlich zu verdanken, dass der Eisschnelllauf in Thüringen zu einer internationalen Größe geworden ist, weshalb ihm für seine Verdienste am 09.03.2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wurde.

 

Große Namen wie Gunda Niemann-Stirnemann, Franziska Schenk, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und viele andere, hat Thüringen in Werner Noacks Zeit unermüdlichen Wirkens hervorgebracht.

 

Werner Noack ist es zu verdanken, dass er mit seinen Argumenten und seinem überzeugenden Auftreten die Partner im Sport, in der Politik und Wirtschaft für eine kontinuierliche Unterstützung und Förderung des Eissports gewinnen konnte.

 

Besonders hervorzuheben sind dabei seine Anstrengungen zur Sicherung des Trainerfinanzierungskonzepts des Landesverbands für die Gewährleistung einer guten Ausbildung der Schüler, Talente, Kadersportler vom Schulsport bis zum Nachwuchsleistungssport der Junioren.

 

Für Werner Noack standen immer die Sportler, die Trainer und die ehrenamtlichen Mitstreiter im Mittelpunkt.

 

Werner Noack verstand es mit Menschen umzugehen und war immer Ansprechpartner und Hilfe.

 

Er wird uns fehlen.

 

 

Erfurt, den 20.07.2017